« Der Mensch ist die Blüte der Erde... »
         Vietnamesisches Sprichwort

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Was ist ein Künstler? Was macht den Künstler aus? Cézanne sagte „ Kunst ist die Offenbarung einer auserlesenen Empfindsamkeit“. Beim Betrachten der Gemälde von Olivier Messas horcht man auf ob der Farben und Kompositionen, die diese ausmachen. Die ihn ausmachen. Ein kleiner Spaziergang durch seinen Werdegang lässt uns seine Welt ein wenig durchdringen, seine Welt, die gleichzeitig sinnliche und spirituelle Empfindungen weckt.

Olivier Messas wird am 22. Januar 1977 in Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam geboren. Im Alter von zwei Jahren flüchtet seine Familie mit ihm nach Frankreich, wo sie sich zunächst in Marseille und wenig später in Lyon niederlässt. Dort verbringt Olivier seine Kindheit und Jugend.

Er ist das älteste von fünf Geschwistern. Der Beruf des Vaters, der als Lackierer arbeitet, lässt den kleinen Olivier träumen – glaubt er doch fest, sein Vater wäre Künstler! Zweifellos ein Fingerzeig des Schicksals. Wie für alle asiatischen Eltern ist die Integration ihrer Familie in der neuen Heimat, von der sie weder die Sprache beherrschen noch die Mentalität kennen, von größter Wichtigkeit. Glücklicherweise sind sie schnell von Helfern umgeben, die sie unterstützen. So können sie ihren Kindern all das mitgeben, was diese für ihren Weg benötigen.
 
Oliviers Entwicklung ist geprägt von seinen familiären Werten, kultureller Vielfalt, Willenskraft, Offenheit, Respekt vor anderen und sich selbst, Solidarität und Spiritualität, aber auch von seinen kulturellen Wurzeln: dem Buddhismus sowie, Vielfalt verpflichtet, der französischen Kultur dank seiner aus den Vogesen stammenden Großeltern, die ihn stark beeinflussen.

Es ist dieses Gemenge, aus dem Olivier sein Gleichgewicht und seine Energie schöpft.
 
Mit fortschreitendem Alter benötigt er zunehmend Abstand von der Strenge seines Elternhauses, das in asiatischen Familien besonders präsent ist. Olivier entwickelt bereits früh eine sehr unabhängige Persönlichkeit. Gleichzeitig muss er früh familiäre Verantwortung übernehmen und sich um seine Brüder und Schwestern kümmern. Um beruflich nicht mit leeren Händen dazustehen, macht er eine Ausbildung zum Buchhalter – und sieht immer deutlicher, dass dies weder ihm selbst noch seinen Wünschen entspricht: er strebt nach etwas anderem, etwas, das ihn bereits seit langem umtreibt.

Für Olivier ist es an der Zeit, seinen eigenen Weg zu gehen, um – frei nach Nietzsche – das zu werden, was er ist. Er verlässt sein familiäres Umfeld und beginnt ein neues Leben. Seine Sicht auf sein Leben verändert sich nach und nach, sein Charakter verfestigt sich und lässt mehr und mehr Raum für seine wahre Persönlichkeit: bunt, extrovertiert und losgelöst von Konventionen. Inspiriert vom Beruf seiner Mutter, einer Schneiderin, studiert er Modedesign. Er durchlebt drei verrückte Jahre voller Kreativität, die die Grundlage für seine künstlerische Persönlichkeit legen.

Ein Umzug nach Paris beschleunigt seine Entwicklung in der Modebranche und bietet Olivier die Möglichkeit, seine Träume aus Farben und Formen umzusetzen. Wenig später beteiligt er sich maßgeblich an der Gründung eines weltweit agierenden Modelabels. Das Leben in Paris öffnet ihm gleichzeitig die Türen zu einer Welt, die ein weiteres Mal stark beeinflusst. Zahlreiche Reisen und Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen und Persönlichkeiten inspirieren ihn und lassen ihn ein neues Gleichgewicht finden: bodenständiger, realistischer, pragmatischer.

Olivier entwickelt seinen Sinn für die Malerei und verfeinert seinen Stil: lebhafte Farben, klare Linien, und oft großformatig. Seine Malerei spiegelt alle Attribute wider, die sein Leben ausmachen: optimistisch, bunt, fröhlich, strukturiert, aber auch unvorhersehbar und großzügig.

Auch wenn wir nur ein paar wenige Größen kennen, die den Pinsel von Olivier Messas führen, so bleibt uns nichts anderes übrig, als in seine Bilder einzutauchen wie in den Mekong im Moment des Sonnenuntergangs, zu jenem magischen Zeitpunkt, an dem Kunst und Natur eins werden und an dem sich keine Fragen mehr stellen...

 

Seit 2013 lebt Olivier in Karlsruhe und arbeitet in seinem Atelier in der Südstadt.


 

Verfasst von William Willebrod Wegimont (Autor).

 

 

 

 

 

Im Geiste des Wanderers... Hier eine Vision des Lebens, der ich mich nahe fühle.
Mein Leben zwischen Frankreich und Deutschland,

das wie meine Bilder sein Erfüllung in Reisen
und dem Imaginären findet. Reisen hinweg über Kontinente,

Länder und Kulturen auf der Suche
nach Diversität und neuen Eindrücken.

Und Riesen in mich hinein auf der Suche nach dem eigenen
Gleichgewicht. Meine Werke sind oft sehr farbenfreudig und drücken meine Gefühle aus,
meinen Seelenzustand, meine Bedürfnisse. Das Bedürfnis von Veränderung und Freiheit.
Im Juli 2012 habe ich mich entschlossen, mich beruflich der Malerei zu widmen.

Seitdem male ich täglich mit ungebrochener Begeisterung,

und jedes meiner Bilder ist ein weiterer Schritt hin zu der Harmonie,
auf deren Suche ich mich ständig befinde.


Kommen Sie mit in meine Welt, ich erwarte Sie dort...

© 2013 by Olivier Messas. All rights reserved.